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74. Jahrestag der Befreiung

am Sonntag den 5. Mai 2019 um 9:30 Uhr

in Mauthausen

Erinnerungsstrasse 1, 4310 Mauthausen

4. Mai 2019

10:30 Ebensee (Friedhof der Opfer des ehemaligen Konzentrationslagers in Ebensee) Kranzniederlegung

17:00 Gusen/Langenstein (Memorial Gusen) Feierliche Kranzniederlegung auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Gusen (im Krematorium und unter dem Denkmal), Feierlichkeiten mit internationaler Beteiligung beim Denkmal zu Ehren der Opfer des Konzentrationslagers

5. Mai 2019

9:30 Mauthausen – Gedenkfeierlichkeit vor dem polnischen Denkmal auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen, verbunden mit einer hl. Messe für die Ermordeten, zelebriert von einem polnischen Priester, anschließend Kranzniederlegung.

11.00 Mauthausen – Hauptfeierlichkeit auf dem Appellplatz des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen.

In den Jahren von 1938 – 1945 war das Konzentrationslager aus der Hitlerzeit in Mauthausen in Oberösterreich mit unvorstellbaren, unter besonders schweren Bedingungen in Betrieb. Die Gefangenen arbeiteten in den Steinbrüchen sowie beim Bau von Rüstungsbetrieben in Gusen. Die mörderische Arbeit verursachte ein Massensterben unter den Gefangenen. Das Lager war als Ort der Vernichtung von kranken Gefangenen und Invaliden (Aktion unter der Nr. 14f13) sowie als Ort von verbrecherischen medizinischen Experimenten berüchtigt. Dem Lager unterstanden ungefähr 56 Nebenlager, von denen das größte 1940 in Gusen angelegt wurde. Die Mehrzahl der Gefangenen dieses Nebenlagers bestand aus Polen. Aufgrund der Statistik gingen ungefähr 335 000 Gefangene verschiedener Nationalitäten durch dieses Lager, von denen 123 000 umkamen. Kommandanten des Lagers waren A. Sauer und F. Ziereis.

Durch unsere Teilnahme wollen wir an die menschliche Tragödie dieser Menschen erinnern, welche an diesem Ort unvorstellbares Leid erfahren haben und hier umgekommen sind. Diese Ereignisse dürfen nicht in Vergessenheit geraten! Wir müssen davor warnen, dass es angesichts des Todes und des Leidens der Gefangenen nochmals zu einem Krieg, zu Rassismus, Missachtung des Mitmenschen sowie zu einer verbrecherischen Ideologie komme.

Wir müssen daran erinnern, dass die Menschen in den Lagern zu Opfern von Folter, Hunger und Exekutionen wurden.

Sie wurden mit Phenol- oder Benzininjektionen getötet, sie wurden in den Gaskammern mit Cyklon B umgebracht. Die Opfer wurden in Krematorien, auf Stößen verbrannt oder in Gruben geworfen und mit Kalk bedeckt.

Diese Verbrechen haben sich im XX. Jahrhundert, in der Zeit einer immer weiter fortschreitenden Entwicklung der Zivilisation zugetragen. Wir alle sind dazu verpflichtet, diese Ereignisse in unserem Gedächtnis zu bewahren und zugleich darüber zu wachen, dass nie wieder der Fortschritt, die Technik und die großen Leistungen sich gegen die Menschen richten.

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